17 March 2026, 04:08

Müller fordert CDU-AfD-Koalition nach knapper Landtagswahl in Baden-Württemberg

Deutsches Propagandaplakat aus dem Zweiten Weltkrieg, das Soldaten in Helmen mit Waffen zeigt, mit dem Text "Wiener Kommmerzial Bank" unten.

Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Müller fordert CDU-AfD-Koalition nach knapper Landtagswahl in Baden-Württemberg

Theo Müller, Gründer der Molkerei Müller und CSU-Mitglied, hat sich nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg zur Regierungsbildung geäußert. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Grünen die CDU mit nur 0,5 Prozentpunkten Vorsprung knapp geschlagen haben – beide Parteien verfügen im neuen Landtag über je 56 Sitze. Müllers Vorschläge, darunter die Idee einer Koalition mit der rechtspopulistischen AfD, sorgen für Diskussionen.

Bei der Wahl am 8. März erreichten die Grünen mit 30,2 Prozent der Stimmen den ersten Platz, knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent. Die AfD folgte mit 18,8 Prozent, während die SPD auf 5,5 Prozent abrutschte. Sowohl die FDP als auch Die Linke verfehlten mit jeweils 4,4 Prozent den Einzug ins Parlament.

Müller kritisierte die CDU dafür, nicht entschiedener gegen Cem Özdemir von den Grünen aufgetreten zu sein. Er lehnte es ab, dass sich die Partei mit einer "zweiten Geige" zufriedengebe, und wies Özdemirs Weigerung zurück, über eine gemeinsame Ministerpräsidentenschaft nachzudenken. Stattdessen schlug Müller eine "schwarz-blaue" Koalition aus CDU und AfD vor und argumentierte, ein solches Bündnis könne funktionieren.

In seinen Aussagen lobte er auch den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier und behauptete, "was er sagt, ergibt Sinn". Müller hatte bereits früher mit seinen Verbindungen zur AfD Aufsehen erregt, etwa durch ein Treffen mit der Co-Vorsitzenden Alice Weidel in Cannes, die er als "eine Freundin" bezeichnete. Nach der knappen Niederlage bot CDU-Landeschef Manuel Hagel seinen Rücktritt an, doch formelle Koalitionsgespräche haben noch nicht begonnen.

Die Wahlergebnisse hinterlassen Baden-Württemberg mit einem zersplitterten Landtag, in dem Grünen und CDU über gleich viele Sitze verfügen. Müllers Forderung nach einer Zusammenarbeit mit der AfD setzt die CDU zusätzlich unter Druck, während sie ihre nächsten Schritte abwägt. Ohne klare Mehrheit dürften die Verhandlungen über die Regierungsbildung noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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