Mönchengladbach baut dreimal mehr Wohnungen als im Vorjahr – und übertrifft NRW deutlich
Tim RichterMönchengladbach baut dreimal mehr Wohnungen als im Vorjahr – und übertrifft NRW deutlich
Mönchengladbach verzeichnet starken Anstieg im Wohnungsbau – und übertrifft Nordrhein-Westfalen deutlich
Mönchengladbach hat einen deutlichen Schub im Wohnungsbau erlebt und liegt damit weit vor dem Rest von Nordrhein-Westfalen. 2025 wurden in der Stadt 758 neue Wohnungen fertiggestellt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Dieser Anstieg fällt in eine Zeit, in der das gesamte Bundesland einen 14-Jahres-Tiefstand bei der Wohnraumentwicklung verzeichnet: Die Fertigstellungen gingen um 9,4 Prozent zurück.
Der Fortschritt der Stadt folgt auf die 2023 gestartete Initiative „Wohnen für alle“, die sich auf bezahlbaren Wohnraum, barrierefreies Wohnen und die Entwicklung innerstädtischer Quartiere konzentrierte. Um dies zu unterstützen, investierte Mönchengladbach rund 43 Millionen Euro in das städtische Wohnungsbauunternehmen WohnBau. Die Maßnahme zahlte sich aus: Die Bauquote der Stadt lag bei 28,4 Wohnungen pro 10.000 Einwohner – 43 Prozent über dem Landesdurchschnitt und die dritthöchste unter den kreisfreien Städten.
Seit 2022 sind die Finanzierungsbedingungen in ganz Deutschland schwieriger geworden, da sich die Zinsen für Baukredite von nahe null auf drei bis vier Prozent erhöhten. Trotzdem bewilligte Mönchengladbach 2025 Fördermittel in Höhe von 43,2 Millionen Euro für 218 Wohneinheiten – fast genauso viel wie im Rekordvorjahr. Zudem gab die Stadt 2024 das 274-fache ihres ursprünglichen Budgets für den sozialen Wohnungsbau aus, ein dramatischer Anstieg im Vergleich zu nur fünf Prozent im Jahr 2021.
Oberbürgermeister Felix Heinrichs führte den Erfolg auf konsequente Stadtplanung und gut getimte Entscheidungen zurück. Währenddessen kämpfte Nordrhein-Westfalen insgesamt mit einer sinkenden Bauquote, die auf 19,8 Wohnungen pro 10.000 Einwohner fiel – der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt.
Mönchengladbachs Wohnungsbauboom sticht in einem Bundesland hervor, in dem die Bauaktivitäten insgesamt nachlassen. Die Investitionen in Fördermittel und kommunalen Wohnungsbau haben das Wachstum vorangetrieben – selbst in einer Zeit, in der höhere Zinsen anderswo für Herausforderungen sorgen. Mit 758 neuen Wohnungen im Jahr 2025 scheint die Initiative Früchte zu tragen.






