05 April 2026, 10:09

Mainz plant Gelbe Tonne ab 2027 – doch Kosten und Logistik bleiben unklar

Gelber Mülltonne voller Zigarettenstummeln auf einem Gehweg, beschriftet für Zigarettenentfernung.

Mainz plant Gelbe Tonne ab 2027 – doch Kosten und Logistik bleiben unklar

Mainz treibt die Pläne für die Einführung der Gelben Tonne zur Sammlung von Verpackungsmüll bis 2027 voran. Der Schritt erfolgt nach jahrelangen Verzögerungen, darunter eine gerichtliche Blockade im Jahr 2019 und anhaltender Widerstand des aktuellen Entsorgungsunternehmens. Da der bestehende Vertrag im kommenden Jahr ausläuft, sucht die Stadt nun nach einem neuen Anbieter, der die Dienstleistung übernehmen soll.

Der aktuelle Abfallentsorgungsvertrag der Stadt mit dem Unternehmen BellandVision läuft bis Ende 2024. Das Unternehmen hatte wiederholt Bedenken gegen die Gelbe Tonne geäußert und vor mehr Restmüll sowie höheren CO₂-Emissionen gewarnt. Trotz dieser Einwände hat die Kommunale Abfallwirtschaft Mainz (KAW) kürzlich eine neue Rahmenrichtlinie veröffentlicht, um einen anderen Betreiber für das Vorhaben zu gewinnen.

Ursprünglich sollte die Gelbe Tonne bereits früher eingeführt werden, doch ein Verwaltungsgericht stoppte die Pläne 2019. Sollte das System umgesetzt werden, könnten auf die Bürger:innen zusätzliche Kosten zukommen, und manche Haushalte müssten ihre Tonnen möglicherweise sogar selbst an den Straßenrand bringen, falls der neue Anbieter keinen vollständigen Abholservice anbietet. Derzeit kommt es alle zwei Wochen während der Müllabfuhr zu einer Zunahme von herumliegendem Abfall – ein Problem, das mit dem neuen System behoben werden soll.

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Daten dazu, wie ähnliche Modelle in anderen deutschen Städten die Mülltrennung, die öffentliche Akzeptanz oder die logistischen Abläufe beeinflusst haben, liegen nicht vor. Die Mainzer Verantwortlichen gehen das Vorhaben daher ohne diese breitere Vergleichsgrundlage an.

Der Start der Gelben Tonne ist nun für den 1. Januar 2027 vorgesehen – vorausgesetzt, es wird ein neuer Auftragnehmer gefunden. Immobilienbesitzer:innen könnten mit zusätzlichen Kosten belastet werden, und für manche Haushalte könnte der Umgang mit den Tonnen mehr Aufwand bedeuten. Die Entscheidung der Stadt fällt in eine Phase des Übergangs, da der langjährige Entsorgungsvertrag kurz vor dem Auslaufen steht und die Zukunft der Abfuhrdienste noch ungewiss ist.

Quelle