25 June 2026, 08:05

Lünen kämpft mit 53 Millionen Defizit – Kommunen fordern mehr Unterstützung

Kurz vor der Pleite: Finanzchefs setzen auf Optimismus in der Krise

Lünen kämpft mit 53 Millionen Defizit – Kommunen fordern mehr Unterstützung

Deutsche Kommunen kämpfen mit einer tiefen Finanzkrise

Am 22. Juni organisierte der Deutsche Städtetag einen bundesweiten Aktionstag unter dem Motto „Kommunen am Limit“, um auf die wachsende Belastung der Haushalte aufmerksam zu machen.

In Lünen veranstaltete Kämmerer Dr. André Jethon eine Informationsveranstaltung zur finanziellen Lage der Stadt. Aktuell klafft ein Haushaltsdefizit von 53 Millionen Euro, wobei fast die Hälfte der Ausgaben auf Pflichtaufgaben entfällt, die Bund und Länder den Kommunen übertragen. Eine Ausgeglichenheit des Haushalts innerhalb des nächsten Jahrzehnts erscheint unwahrscheinlich.

Der lokale Verein Pro Lünen unterstützte die Initiative und übernahm die Kosten für die Veranstaltung. Die Teilnehmer betonten, wie wichtig es sei, Bildung, Schulen, ehrenamtliches Engagement, bürgerschaftliches Handeln und den sozialen Zusammenhalt vor Kürzungen zu schützen. Lena Steinkuhl, stellvertretende Vorsitzende von Pro Lünen, forderte, das Prinzip „Wer bestellt, muss auch zahlen“ konsequent umzusetzen. Dr. Jethon versprach, die Rückmeldungen aus der Veranstaltung in die künftige Finanzplanung einfließen zu lassen.

Die Veranstaltung in Lünen unterstrich den Druck auf die kommunalen Finanzen und die Forderung nach gerechterer Finanzierung. Dr. Jethon wird nun die Anregungen der Bürgerschaft berücksichtigen, während die Stadt ihr 53-Millionen-Defizit bewältigen muss. Die Forderung nach mehr finanzieller Verantwortung der übergeordneten Ebenen bleibt ein zentrales Thema.

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