03 May 2026, 00:13

KSI in der Kritik: Gewalt-Witz gegen Schwangere sorgt für Empörung

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann im Anzug mit ernstem Gesichtsausdruck und eine Frau zeigt, die weglächelt.

KSI in der Kritik: Gewalt-Witz gegen Schwangere sorgt für Empörung

„Britain’s Got Talent“-Juror KSI gerät nach altem Video mit Gewalt-Witz gegen Schwangere in die Kritik

Der „Britain’s Got Talent“-Juror und Influencer KSI (mit bürgerlichem Namen Olajide William Olatunji) sieht sich mit massiver Kritik konfrontiert, nachdem ein Video aus dem Jahr 2017 wieder aufgetaucht ist, in dem er Witze über Gewalt gegen schwangere Frauen macht. Der ursprünglich auf YouTube veröffentlichte, später jedoch gelöschte Clip zeigt den 31-Jährigen, wie er seiner Mutter gegenüber abstoßende Bemerkungen zu Verhütung und Schwangerschaft fallen lässt. Aktivistinnen und Aktivisten verurteilen die Äußerungen als schädlich und inakzeptabel – selbst wenn sie als Scherz gemeint gewesen sein sollten.

In dem Video reagiert KSI auf den Rat seiner Mutter, Kondome zu benutzen, mit den Worten: „Wenn sie schwanger wird, boxe ich einfach das Baby raus.“ Die fast ein Jahrzehnt alte Aussage ist nun im Zuge einer erneuten Prüfung seines Online-Verhaltens wieder in den Fokus gerückt.

Eine Person aus KSIs Umfeld erklärte gegenüber Medien, der Influencer bereue die damals gewählten Worte zutiefst. „Das Video ist fast zehn Jahre alt, und wie viele Menschen blickt auch KSI heute mit großem Bedauern auf diese Zeit zurück. Er erkennt an, dass seine Worte damals sowohl dumm als auch falsch waren“, hieß es.

Die britische Hilfsorganisation Women’s Aid, die sich gegen häusliche Gewalt engagiert, verurteilte den „Scherz“ scharf. „Solche Äußerungen sind niemals akzeptabel – selbst wenn sie als Witz gemeint sind“, betonte eine Sprecherin. Derartige Bemerkungen verharmlosten Gewalt und ließen sie weniger schwerwiegend erscheinen, als sie sei. „Diese Art von Straftaten, von denen Frauen tatsächlich betroffen sind, können lebensbedrohlich sein“, warnte die Organisation.

Die aktuelle Kontroverse reiht sich in eine Serie von Vorfällen ein: Bereits 2023 hatte KSI nach Kritik an der Verwendung einer rassistischen Beleidigung in einem Parodie-Video eine Pause von den sozialen Medien angekündigt. Der ehemalige YouTube-Star, der als Mitglied der Gruppe The Sidemen bekannt wurde, gerät immer wieder wegen seiner vergangenen Äußerungen in die Schlagzeilen – und muss sich mit öffentlichem Gegenwind auseinandersetzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das wiederaufgetauchte Video hat die Debatte über KSIs früheres Verhalten neu entfacht. Frauenrechtlerinnen und Gewaltpräventionsorganisationen betonen, dass Witze über Gewalt gegen Schwangere Misshandlung verharmlosen und deren Schweregrad untergraben. Dass der Clip inzwischen gelöscht wurde, hat die Forderungen nach Konsequenzen für die getätigten Aussagen nicht zum Verstummen gebracht.

Quelle