02 April 2026, 08:10

Kreisumlagen belasten Kommunen im Rhein-Kreis Neuss – Bürgermeister fordern Reformen

Eine Liniengrafik, die die Höhe der öffentlichen Schulden im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Kreisumlagen belasten Kommunen im Rhein-Kreis Neuss – Bürgermeister fordern Reformen

Die Kommunen im Rhein-Kreis Neuss stehen unter wachsendem finanziellen Druck, da die steigenden Kreisumlagen ihre Haushalte belasten. Dieser jährliche Pflichtbeitrag, den die Städte und Gemeinden an den Kreis abführen müssen, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Nun fordern Bürgermeister wie Klaus Krützen aus Grevenbroich Reformen, um die Haushalte zu entlasten und wichtige Dienstleistungen zu sichern.

Die Kreisumlage dient der Finanzierung regionaler Aufgaben, doch ihr stetiger Anstieg hinterlässt in den Kommunen immer weniger Spielraum für Schulen, Straßen und soziale Programme. 2025 lag der Hebesatz bei 34,9 %, 2026 steigt er auf 35,87 %. In Grevenbroich verschärft sich die Lage zusätzlich, da die sinkenden Gewerbesteuereinnahmen 2026 die Kosten für die Umlage nicht mehr vollständig decken – was zu weiteren Kürzungen im kommunalen Haushalt zwingt.

Bürgermeister Krützen betont, dass der Kreis seiner Verantwortung gerecht werden und die finanzielle Belastung der Kommunen verringern müsse. Er unterstützt Forderungen der kommunalen Spitzenverbände nach verbindlichen Einsparzielen im Kreishaushalt. Konkret spricht er sich für eine verpflichtende Reduzierung um zwei Prozent aus – den sogenannten Globalen Minderaufwand –, um die finanzielle Schere zwischen Kreis und Städten zu schließen.

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Krützen stellt die Debatte in den Kontext von Fairness und Solidarität: Viele Städte hätten bereits eigene Sparmaßnahmen umgesetzt. Er unterstreicht, wie wichtig handlungsfähige Kommunen für die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt und die demokratischen Strukturen in der Region seien.

Ohne Kurskorrektur werde die steigende Kreisumlage weiterhin Investitionen in Infrastruktur und soziale Einrichtungen ausbremsen. Grevenbroich und andere Kommunen erwarten nun vom Rhein-Kreis Neuss konkrete Schritte – etwa die Einführung des vorgeschlagenen Sparziels –, um ihre Finanzen zu stabilisieren. Die Entscheidung wird maßgeblich darüber bestimmen, inwieweit die Städte in den kommenden Jahren zentrale Projekte finanzieren können.

Quelle