07 April 2026, 00:13

Krankenhäuser warnen vor Personal-Kollaps durch geplante Syrer-Rückführungen

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien, auf der Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt angezeigt werden, begleitet von Text und Grafiken.

Krankenhäuser warnen vor Personal-Kollaps durch geplante Syrer-Rückführungen

Bundeskanzler Friedrich Merzs Plan, die Rückführung von in Deutschland lebenden Syrern zu beschleunigen, stößt auf scharfe Kritik. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) warnte, ein solcher Schritt könnte die medizinische Versorgung schwer beeinträchtigen. Syrische Fachkräfte spielen eine zentrale Rolle in Krankenhäusern bundesweit – insbesondere in der Pflege und Medizin.

Laut dem Vorhaben müssten rund 80 Prozent der derzeit in Deutschland lebenden Syrer innerhalb von drei Jahren das Land verlassen. Die DKG betont die akuten Risiken für die Patientenversorgung, falls diese Arbeitskräfte ausfallen. Syrische Ärztinnen und Ärzte stellen bereits die größte Gruppe ausländischer Mediziner im Land: Bis Ende 2024 waren 5.745 von ihnen in Krankenhäusern beschäftigt.

Über 2.000 syrische Pflegekräfte arbeiten zudem in deutschen Kliniken und schließen dort dringend benötigte Personallücken. Henriette Neumeyer, stellvertretende Vorsitzende des DKG-Vorstands, unterstrich, dass der Wegfall dieser qualifizierten Mitarbeiter spürbare Engpässe verursachen würde. Die Sorge der Krankenhausgesellschaft gilt vor allem der Aufrechterhaltung stabiler Personalstände in einem ohnehin schon überlasteten Gesundheitssystem.

Die Warnung der DKG erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung ihre Rückführungspolitik vorantreibt. Syrische medizinische Fachkräfte haben sich in Krankenhäusern als unverzichtbar erwiesen – sie besetzen sowohl in der Pflege als auch in ärztlichen Positionen Schlüsselrollen. Ihr möglicher Abgang wirft die Frage auf, wie der Gesundheitssektor ohne sie funktionieren soll.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle