11 April 2026, 12:10

Kempen startet bürgernahes Elektro-Carsharing für klimafreundliche Mobilität

Ladestation für Elektroauto am Straßenrand mit Gras, Bäumen, Strommasten und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Kempen startet bürgernahes Elektro-Carsharing für klimafreundliche Mobilität

Lokale Initiative in Kempen startet Elektro-Carsharing-Dienst

Eine Bürgergruppe in Kempen hat konkrete Schritte unternommen, um ein Elektro-Carsharing-Angebot auf den Weg zu bringen. Die Initiative, die sich mittlerweile offiziell als eCARsharing Kempen registrieren ließ, will die Abhängigkeit von Privatfahrzeugen verringern und gleichzeitig umweltfreundlichere Mobilität fördern. Steigende Spritpreise und der Druck zur Dekarbonisierung haben das Projekt von Anfang an vorangetrieben.

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Die Idee entstand vor über einem Jahr, als Anwohnerinnen und Anwohner nach Wegen suchten, Elektro-Carsharing in Kempen einzuführen. Nach der Analyse verschiedener Modelle und bestehender Projekte strukturierte das Team seine Bemühungen durch die Gründung eines eingetragenen Vereins. Die Finanzierung der Anfangskosten erfolgte ausschließlich durch private Spenden – ein Zeichen für die frühe Unterstützung aus der Bevölkerung.

Die Gruppe steht in engem Austausch mit dem Kempen Amt für Umwelt- und Klimaschutz sowie lokalen Mobilitätsverantwortlichen. Diese Gespräche helfen dabei, das Vorhaben mit den regionalen Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen. Aktuell sucht die Initiative noch nach einem Anbieter, der ein bezahlbares und attraktives Angebot umsetzen kann.

Roger Buschfeld, der Vorsitzende des Vereins, verweist auf die stark gestiegenen Kraftstoffpreise als zentralen Grund, um sich von fossilen Brennstoffen abzuwenden. Der Vorstand teilt diese Einschätzung und geht davon aus, dass die Dekarbonisierung das Mobilitätsverhalten der Menschen verändern wird. Zudem erwarten sie, dass die Nachfrage nach Zweit- oder Drittwagen in Haushalten sinkt, sobald geteilte Elektrofahrzeuge verfügbar sind.

Langfristig plant der Dienst, über Kempen hinaus auch benachbarte Gemeinden einzubinden und so eine breite Alternative zum privaten Autobesitz zu bieten. Das Projekt geht mit einer klaren Struktur und Rückhalt aus der Bevölkerung voran. Bei Erfolg könnte es die Zahl der Fahrzeuge auf den Straßen reduzieren und gleichzeitig Kempen bei der Erreichung seiner Klimaziele unterstützen. Der nächste Schritt besteht darin, einen Partner zu finden, der das Konzept in die Praxis umsetzt.

Quelle