23 May 2026, 20:08

Jugendkonferenz in Frankfurt: Digitale Kompetenz und Jugendhilfe im Fokus der Länder

Stärkung der Medienkompetenz und Bürgerbildung

Jugendkonferenz in Frankfurt: Digitale Kompetenz und Jugendhilfe im Fokus der Länder

Vertreter der Länder treffen sich in Frankfurt am Main zu Jugend- und Sozialkonferenz

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Beamte aus den Jugend- und Sozialministerien der Länder kamen diese Woche in Frankfurt am Main zu einer zweitägigen Konferenz zusammen. Die Tagung vereinte Vertreter aller Bundesländer, um zentrale Herausforderungen junger Menschen zu erörtern – von digitaler Kompetenz bis hin zu Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe.

Im Mittelpunkt der von Hessens Jugend- und Sozialministerin Heike Hofmann geleiteten Veranstaltung standen die Chancen und Risiken der digitalen Welt. Die Teilnehmer verabschiedeten eine Leitresolution mit dem Titel „Kinder und Jugendliche in den Fokus: Kompetenzen für die digitale Welt – Kompetenzen für Demokratie und Zukunft“. Darin fordern sie einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien sowie bessere Unterstützung für junge Menschen in digitalen Räumen.

Medienkompetenz als Schlüsselthema Besonders intensiv diskutiert wurde die Förderung von Medienbildung. Katharina Günther-Wünsch, Berlins Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, betonte, dass digitale Mündigkeit und demokratische Bildung unverzichtbar für gesellschaftliche Teilhabe seien. Diana Stolz, Hessens Familienministerin, ergänzte, dass sowohl Kinder als auch Eltern stärker in digitalen Kompetenzen geschult werden müssten, um sichere Online-Umgebungen zu schaffen.

Jugendhilfe im Fokus: Qualität und Finanzierung Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Die Teilnehmer debattierten über das Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung und forderten mehr Investitionen in Angebote für junge Menschen. Bundesbildungsministerin Karin Prien unterstrich, dass Bund und Länder gemeinsam für verlässliche und hochwertige Unterstützungsstrukturen sorgen müssten. Christine Streichert-Clivot, Saarlands Ministerin für Bildung und Kultur, forderte „echten Schutz, echte Teilhabe und verlässliche Bildung“ für Kinder und Jugendliche.

Jugendliche fordern Mitsprache – Ministerin unterstützt Forderung Schon im Vorfeld der Konferenz hatten junge Menschen eine stärkere Einbindung in politische Entscheidungen gefordert, die sie direkt betreffen. Ministerin Hofmann griff diesen Appell auf und betonte, wie wichtig es sei, ihre Perspektiven in Debatten über Medienregulierung und digitale Sicherheit einzubeziehen.

Fazit: Digitale Bildung und Jugendschutz stärken Die Konferenz endete mit einem klaren Aufruf zu mehr digitaler Bildung und besserem Schutz junger Menschen im Netz. Die verabschiedete Resolution sieht konkrete Schritte vor, um Medienkompetenz und demokratisches Engagement zu fördern. Gleichzeitig drängten die Verantwortlichen auf höhere Mittel für die Kinder- und Jugendhilfe. Die Ergebnisse sollen nun als Grundlage für künftige Politiken auf Landes- und Bundesebene dienen.

Quelle