08 June 2026, 08:07

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuch und Zeitgeschichte

"Night", wenn Geschichte lebendig wird: 101 Veranstaltungsorte nehmen an der Jubiläumsaktion der Museumsstadt Jekaterinburg teil

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" feiert 20. Jubiläum mit Rekordbesuch und Zeitgeschichte

Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung

Mit 101 teilnehmenden Veranstaltungsorten hat Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit einem neuen Besucherrekord gefeiert. Das Programm reichte von interaktiven Rätselspielen bis hin zu seltenen historischen Ausstellungen. Ein Höhepunkt war die Sonderausstellung des Jekaterinburger Geschichtsmuseums über Reisebeschränkungen in der Sowjetzeit – passend zum 60. Jubiläum der örtlichen Sputnik-Niederlassung.

Im Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk erwartete die Gäste der „Mineral-Podcast“ – ein großes Rätselabenteuer mit vielfältigen Aktivitäten. Die Teilnehmer erkundeten Mythen über Mineralien, setzten Mosaike zusammen und gestalteten Miniaturausstellungen. Zudem bot das Museum geführte Touren wie „Russisches Mosaik: Das Geheimnis des Malachits“ und „Der Kupferplatz“ an.

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Der kreative Standort L52 blieb unterdessen die ganze Nacht an zwei Standorten geöffnet. Technikbegeisterte und Nostalgie-Fans strömten zur Führung „Elektronische Zauberer“, die frühe sowjetische Computer präsentierte. Zu den Exponaten zählten die legendäre Ural-Maschine sowie das Express-2Z-Fahrkartensystem – ein faszinierender Einblick in vergangene Innovationen.

Im Jekaterinburger Geschichtsmuseum zeigte die Ausstellung „Reiselust im Kofferformat“ die Härten des Auslandsreises unter sowjetischer Herrschaft. Besucher erfuhren von strengen Altersbeschränkungen, kargen Devisenzuteilungen von nur 15 bis 20 Dollar pro Reise und der Rolle der Stadt als drittwichtigster Tourismusstandort der UdSSR – nach Moskau und Leningrad.

Die 20. Lange Nacht der Museen in Jekaterinburg begeisterte mit einer Mischung aus Mitmachaktionen und historischen Einblicken. Orte wie L52 und das Geschichtsmuseum boten einzigartige Perspektiven auf Wissenschaft, Reisekultur und lokales Handwerk. Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr den Ruf der Stadt als lebendigen Kulturort mit offenem Zugang zum kulturellen Erbe.

Quelle