Hessen verschärft Kampf gegen Alkohol und Drogen am Steuer nach tödlichen Unfällen
Amelie BrandtHessen verschärft Kampf gegen Alkohol und Drogen am Steuer nach tödlichen Unfällen
Hessen verschärft seine Maßnahmen gegen das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 3.399 Unfälle in Verbindung mit Alkohol oder Drogen, bei denen 1.281 Menschen verletzt und 18 getötet wurden. Das Land bleibt entschlossen, durch konsequente Kontrollen und Präventionsmaßnahmen die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Am 19. Juni 2026 führte die hessische Polizei einen groß angelegten Kontrolltag durch, bei dem 5.328 Fahrer überprüft wurden. Dabei wurden 198 Verstöße festgestellt – eine Quote von 4 %.
Hessens Innenminister Roman Poseck hat sich deutlich gegen das Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Drogen ausgesprochen. Er betonte, dass Alkohol und Drogen hinter dem Steuer nichts zu suchen hätten. Poseck führte zudem an, dass die teilweise Legalisierung von Cannabis die Straßen unsicherer gemacht habe.
Auf der Innenministerkonferenz in Hamburg einigten sich die Verantwortlichen darauf, die erlaubten Besitzmengen von Cannabis zu senken. Das Bundesinnenministerium und das Bundesjustizministerium werden nun mögliche Gesetzesänderungen prüfen, um die wirksame Verfolgung von Cannabis-Delikten wiederherzustellen.
Für den Zeitraum vom 14. bis 20. Dezember 2026 ist eine weitere Kontrollwoche im Rahmen des ROADPOL-Netzwerks geplant. Zudem werden die Behörden ihre Aufklärungskampagnen ausbauen, um auf die Gefahren des Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss aufmerksam zu machen.
Ziel der Maßnahmen ist es, die Zahl der Unfälle durch Alkohol oder Drogen zu verringern. Strengere Kontrollen, Überprüfungen der Rechtslage und Sensibilisierungskampagnen sind Teil der Strategie. Hessen wird die Entwicklung weiterhin beobachten und seine Herangehensweise an die Verkehrssicherheit anpassen.






