01 May 2026, 20:08

Helene Bubrowski bricht als erste Frau in die FAZ-Verlegerrunde ein

Titelseite der deutschen Zeitung 'Weitpreubliche Zeitung' vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Atmosphäre zeigt.

Helene Bubrowski bricht als erste Frau in die FAZ-Verlegerrunde ein

Helene Bubrowski wird am 1. Januar 2027 Geschichte schreiben: Als erste Frau zieht sie in die Verlegerrunde der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ein. Ihre Berufung markiert einen weiteren Schritt in der allmählichen ideologischen Neuausrichtung der Zeitung, die sich zunehmend von ihren traditionell konservativen Wurzeln löst.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Seit 2013 arbeitet Bubrowski für die FAZ – zunächst als politische Redakteurin, später als Berlin-Korrespondentin. Sie berichtete über Rechtspolitik und die Grünen und trug damit zu dem bei, was Beobachter als VerTAZung bezeichnen: eine Verschiebung in Richtung gemäßigter Linken. Diese Entwicklung setzte nach dem Tod des einflussreichen Mitherausgebers Frank Schirrmacher 2014 ein.

Die Führungsstruktur der FAZ ist im deutschen Medienland einzigartig: Vier Verleger teilen sich die Verantwortung, jeder mit eigenen redaktionellen Schwerpunkten. Bubrowski wird als vierte Kraft in dieses Gremium einziehen, das bisher von Männern dominiert war. Zusammen mit Carsten Knop gilt sie als eine der „Modernisierer“, die das Blatt umgestalten.

2025 erhielt Bubrowski den renommierten Theodor-Wolff-Preis für ihren Essay „Warum den Deutschen ein bisschen mehr Optimismus guttun würde“. Die Auszeichnung unterstrich ihre Rolle im Wandel der FAZ, die sich von ihrem Image als konservative Bastion löst.

Mit nun drei von vier Verlegern, die den Wandel vorantreiben, spiegelt die FAZ-Führung eine tiefgreifende Transformation wider. Bubrowskis Aufstieg festigt die progressive Neuausrichtung der Zeitung. Als erste Frau in diesem Gremium setzt sie zudem ein Zeichen für eine neue Ära bei einem der einflussreichsten Medien Deutschlands.

Quelle