Hautkrebsfälle in Deutschland erreichen traurigen Rekord mit über 100.000 Behandlungen 2023
Tim RichterHautkrebsfälle in Deutschland erreichen traurigen Rekord mit über 100.000 Behandlungen 2023
Hautkrebsfälle in Deutschland auf Rekordhoch – über 100.000 Behandlungen 2023
In Deutschland haben sich die Hautkrebsfälle im letzten Jahrzehnt dramatisch erhöht: Allein 2023 wurden über 100.000 Menschen behandelt. Dieser starke Anstieg fällt mit Warnungen von Expert:innen vor den wachsenden Gefahren durch UV-Strahlung zusammen. Zwar sind die Sonnenstrahlen lebenswichtig, doch ohne ausreichenden Schutz bergen sie erhebliche Risiken für die Hautgesundheit – bis hin zu Krebs.
Die Sonne erzeugt Energie, indem sie etwa acht Prozent ihrer Masse umwandelt, wobei unter anderem ultraviolette (UV) Strahlung freigesetzt wird. Diese unterteilt sich in drei Arten: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen filtert, erreichen UVA- und UVB-Strahlung die Erdoberfläche – und beide können langfristige Hautschäden verursachen, einschließlich Krebs.
Sonnencremes: Schutz mit Tücken Sonnenschutzmittel nutzen zwei Filtertypen, um schädliche Strahlen abzuwehren: organische (chemische) und physikalische (mineralische) Filter. Doch einige chemische Filter wie Octocrylen zersetzen sich zu Stoffen wie Benzophenon, das die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) als möglicherweise krebserregend einstuft. Für den angegebenen Schutz müssen Anwender:innen zudem zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut auftragen – eine Vorgabe, die viele unterschätzen.
Die Europäische Kommission empfiehlt, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors (LSF) betragen sollte. Dennoch führt die steigende UV-Belastung – verstärkt durch den Klimawandel – zu einem höheren Risiko für Hauterkrankungen. In Deutschland haben sich die dokumentierten Hautkrebsfälle innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt: von unter 42.000 im Jahr 2013 auf über 100.000 im Jahr 2023.
Klimawandel verschärft die Risiken Der Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Hautkrebs wird immer deutlicher. Angesichts steigender Fallzahlen und der durch den Klimawandel intensivierten Strahlenbelastung bleibt der richtige Umgang mit Sonnencreme – inklusive des Bewusstseins für ihre Grenzen – entscheidend. Fachleute betonen weiterhin: Nur eine korrekte Anwendung und die Wahl sicherer, hochwertiger Produkte bieten wirksamen Schutz.






