Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld"
Lina LangeFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld"
Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Die Initiative unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ soll das Problem ins Bewusstsein rücken und in der gesamten Stadt zu mehr Handlungsbereitschaft anregen. Sie richtet sich gegen Gewalt an Frauen, Kindern sowie queeren und trans Personen – von häuslicher Gewalt bis hin zu digitaler Belästigung.
Die Kampagne wird in Freiburg allgegenwärtig sein. Mit Plakaten, Social-Media-Inhalten und öffentlichen Aktionen soll die Botschaft verbreitet werden. Gleichzeitig verweisen die Materialien Betroffene an Beratungs- und Hilfsangebote.
Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, betonte, dass Gewalt viele Formen annehme. Sie unterstrich die Notwendigkeit, das Bewusstsein zu schärfen und eine gemeinsame Verantwortung zu fördern. Oberbürgermeister Martin Horn ergänzte, die Kampagne sei Teil einer umfassenderen Strategie, die in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen entwickelt wurde.
Die Maßnahme steht im Einklang mit der Istanbul-Konvention, die systematische Schritte gegen geschlechtsspezifische Gewalt vorschreibt. Unterstützung erhält sie zudem von der Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen einsetzt.
Ziel der Kampagne ist es, Betroffene zu stärken und die Öffentlichkeit für die Realität geschlechtsspezifischer Gewalt zu sensibilisieren. Sie bietet klare Wege zur Hilfe und unterstreicht das Engagement der Stadt im Kampf gegen das Problem. Alle Materialien sind so gestaltet, dass Betroffene wissen, an wen sie sich wenden können.
