11 June 2026, 02:07

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für die Übernahme von Hugo Boss

Frasers Group macht ein 1,7 Milliarden-Pfund-Angebot, um Hugo Boss zu kaufen

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für die Übernahme von Hugo Boss

Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss vorgelegt. Das Angebot bewertet das deutsche Modehaus mit 38 Euro pro Aktie. Das Einzelhandelsimperium von Mike Ashley hält bereits einen Anteil an dem Unternehmen und strebt nun die vollständige Kontrolle an.

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Frasers hat ein Barangebot für die verbleibenden 74 Prozent von Hugo Boss unterbreitet, die es noch nicht besitzt. Zur Gruppe gehören Marken wie Sports Direct und GAME. Hugo Boss selbst ist bekannt für seine hochwertige Herren- und Damenmode, Schuhe und Accessoires.

Die geplante Transaktion wird finanziell abgesichert. Frasers hat eine Kreditlinie von BNP Paribas, Deutsche Bank Luxembourg S.A., National Westminster Bank plc und Standard Chartered Bank organisiert, um das Angebot sowie die damit verbundenen Kosten zu decken. Nach deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers ein Pflichtangebot für die restlichen Anteile abgeben, sobald es 30 Prozent oder mehr der Hugo Boss-Aktien erwirbt.

Frasers-CEO Michael Murray nahm nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil. Sein Ausschluss erfolgte aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss. Das Unternehmen erwartet, dass die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen wird, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.

Hugo Boss verzeichnete Ende 2025 starke Finanzkennzahlen. Die Bruttovermögenswerte beliefen sich auf 3,7 Milliarden Euro, die Nettovermögenswerte lagen bei knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Umsatz erreichte fast 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA betrug 782 Millionen Euro.

Das Angebot stellt einen bedeutenden Schritt von Frasers dar, um sein Markenportfolio auszubauen. Hugo Boss zählt zu den fünf wichtigsten Marken der Gruppe. Bei Erfolg würde die Übernahme die Position von Frasers im Luxusmodesegment weiter stärken.

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