Frankfurt und Offenbach starten gemeinsames Cannabis-Modellprojekt trotz rechtlicher Hürden
Amelie BrandtFrankfurt und Offenbach starten gemeinsames Cannabis-Modellprojekt trotz rechtlicher Hürden
Frankfurt und Offenbach bündeln Kräfte für Vorstoß bei Cannabis-Legalisierung
Die beiden Städte arbeiten trotz anhaltender rechtlicher Unsicherheiten auf Bundesebene zusammen, um ihre Pläne für eine kontrollierte Freigabe von Cannabis voranzutreiben. Ziel ist die Einrichtung eines regionalen Modellprojekts unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums.
Die Kooperation geht auf einen Beschluss des Offenbacher Stadtrats aus dem Jahr 2021 zurück. Trotz noch ausstehender bundesweiter Regelungen bleiben beide Kommunen entschlossen, ihre Vorhaben umzusetzen. Im Mittelpunkt steht der bessere Schutz von Jugendlichen und Verbrauchern durch einen legalen, regulierten Zugang.
Frankfurts städtische Drogenpolitik-Beauftragte hat bereits erste Schritte unternommen, um die Bevölkerung einzubinden: Eine Umfrage zu den Meinungen zur Legalisierung wurde gestartet, zudem finden die „Frankfurter Cannabis-Dialoge“ statt, um Fragen und Bedenken aus der Bürgerschaft aufzugreifen. Sowohl der Frankfurter Stadtrat Stefan Majer als auch Offenbachs Oberbürgermeisterin Sabine Groß unterstützen die geplante Cannabis-Politik der Bundesregierung.
Die Städte sehen sich aufgrund ihrer bestehenden Präventionsprogramme als starke Kandidaten für das Pilotvorhaben. Gemeinsam wollen sie einen Antrag beim Bundesgesundheitsministerium einreichen, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Im Rahmen der Initiative soll die kontrollierte Abgabe von Cannabis in einem regulierten Umfeld erprobt werden. Bei Genehmigung könnte das Modell künftige Richtlinien zu Jugendschutz und Verbrauchersicherheit prägen. Beide Kommunen bereiten sich darauf vor, umgehend zu handeln, sobald die bundesweiten Vorgaben geklärt sind.






