11 April 2026, 06:09

Fatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin in schwierigen Zeiten

Schwarzer und weißer Grundriss des Universitätsgebäudes der Humboldt-Universität zu Berlin mit zahlreichen beschrifteten Räumen und handschriftlichen Textnotizen.

Fatma Deniz wird neue Präsidentin der TU Berlin in schwierigen Zeiten

Die Technische Universität Berlin (TU Berlin) bekommt bald eine neue Leitung. Fatma Deniz, Professorin für Künstliche Intelligenz und Datenverarbeitung, übernimmt am 1. April das Amt der Präsidentin. Ihre Ernennung erfolgt zu einer Zeit, in der die Universität vor großen finanziellen Herausforderungen steht – darunter Kürzungen in Höhe von 65 Millionen Euro bis 2028.

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Deniz ist eng mit der TU Berlin verbunden. Dort promovierte sie 2008 am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience. Nach ihrem Informatikstudium an der TU München forschte sie eine Zeitlang in Kalifornien, bevor sie nach Berlin zurückkehrte. Seit 2023 lehrt sie Informatik an der TU Berlin und ist seit 2024 Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Ihre vierjährige Amtszeit beginnt in einer Phase schwerer Haushaltsprobleme: Die TU Berlin muss ihr Budget bis Ende 2028 dauerhaft um 65 Millionen Euro – das entspricht 15 Prozent der Gesamtmittel – kürzen. Zudem lastet ein Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro auf der Universität, da viele Gebäude in schlechtem Zustand sind.

Mit rund 34.000 Studierenden (Stand Oktober 2023) muss die Hochschule den Spagat zwischen finanziellen Zwängen und ihrem akademischen Auftrag schaffen. Deniz' Expertise in KI und interdisziplinärer Forschung könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Ihre Präsidentschaft startet in einer entscheidenden Phase für die TU Berlin. Die Universität steht vor tiefgreifenden Einsparungen, muss gleichzeitig ihre Infrastruktur erhalten und die Lehrqualität sichern. Wie Deniz diese finanziellen Herausforderungen in den kommenden Jahren steuert, wird die Zukunft der Einrichtung prägen.

Quelle