Eintracht Frankfurt dominiert Werder Bremen und zieht souverän ins nächste Pokal-Runde ein
Nico SchulzEintracht Frankfurt dominiert Werder Bremen und zieht souverän ins nächste Pokal-Runde ein
Eintracht Frankfurt sichert überzeugenden Sieg gegen Werder Bremen im DFB-Pokal und zieht weiter
Eintracht Frankfurt hat sich mit einem deutlichen Sieg gegen den SV Werder Bremen im DFB-Pokal durchgesetzt und marschiert damit weiter im Wettbewerb. Die Partie unterstrich nicht nur die offensive Stärke der Frankfurterinnen, sondern auch die anhaltenden sportlichen und wirtschaftlichen Probleme Werder Bremens abseits des Platzes. Unterdessen hat die langjährige Leiterin des Frauenfußballs beim Club, Birte Brüggemann, nach 19 Jahren an der Spitze ihren Rücktritt erklärt.
Frankfurt übernahm früh die Kontrolle: Nicole Anyomi eröffnete in der 23. Minute den Torreigen, bevor Rebecka Blomqvist nur drei Minuten später nachlegte. Werder fand kaum Antworten, und die Niederlage verschärft die ohnehin angespannte finanzielle Lage des Vereins.
Trotz der Niederlage ragte Lena Mühlhaus heraus – mit zwei Toren und einer Vorlage. Ihre Stärke bei Standards und defensive Leistungen zogen Aufmerksamkeit auf sich; Medienberichten zufolge gibt es bereits Interesse von Top-Klubs wie aus London oder München. Werder könnte sie nun verlieren, ähnlich wie zuvor Giovanna Hoffmann, die zum VfL Wolfsburg wechselte.
Abseits des Rasens trat Birte Brüggemanns Rücktritt sofort in Kraft. Seit 2007 hatte sie die Frauenmannschaft Werder Bremens aufgebaut, von Grund auf geführt und bis ins Pokalfinale sowie fast in die Champions League geführt. Ihr Abschied folgt auf Differenzen über die zukünftige Ausrichtung des Vereins und die wachsenden kommerziellen Anforderungen im Frauenfußball. Unter ihrer Führung steigerten Innovationen wie fanorientierte Übertragungen mit Google Pixel oder kreative Marketingkampagnen die Sichtbarkeit, doch strukturelle Hürden blieben bestehen.
Das DFB-Pokal-Aus und Brüggemanns Abgang markieren einen Einschnitt für Werder. Finanzielle Engpässe und mögliche Abgänge – darunter auch Mühlhaus – könnten den Kader neu formen. Eintracht Frankfurt hingegen marschiert mit einer starken Offensivleistung weiter im Wettbewerb.