14 April 2026, 10:09

Ehegattensplitting: Wer von den 25 Milliarden Steuerersparnissen wirklich profitiert

Offenes Buch mit handschriftlicher genealogischer Familienaufstellung.

Ehegattensplitting: Wer von den 25 Milliarden Steuerersparnissen wirklich profitiert

Deutschlands Ehegattensplitting spart verheirateten Paaren jährlich rund 25 Milliarden Euro

Eine neue Studie des Kölner Instituts für Wirtschaftsforschung (IW) zeigt, wer am stärksten von diesen Steuerersparnissen profitiert. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Familien mit Kindern den größten Anteil der finanziellen Entlastung erhalten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die im Auftrag des Handelsblatts durchgeführte Untersuchung belegt, dass 90 Prozent der Steuervorteile an verheiratete Paare mit Kindern fließen. Innerhalb dieser Gruppe entfallen 67 Prozent der gesamten Ersparnisse auf Eltern mit "steuerrelevanten Kindern" – also Minderjährigen oder Heranwachsenden, die sich noch in Ausbildung oder Studium befinden. Die verbleibenden 33 Prozent kommen Eltern zugute, deren Kinder bereits erwachsen sind und ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Betrachtet man die Einkommensstruktur der Haushalte, so profitieren 63 Prozent der Ersparnisse Paare, in denen beide Partner ein Einkommen erzielen. 37 Prozent des Vorteils entfallen dagegen auf Haushalte mit nur einem Verdienenden. Kinderlose Ehepaare erhalten lediglich 9 Prozent der gesamten Ersparnisse – das entspricht etwa 2,2 Milliarden Euro.

Die Studie legt nahe, dass mögliche Reformen des Ehegattensplittings vor allem Einverdiener-Familien stark betreffen würden, da diese besonders auf die aktuellen Steuervergünstigungen angewiesen sind.

Die jährlichen Steuerersparnisse von 25 Milliarden Euro kommen somit vor allem Familien mit Kindern zugute – insbesondere solchen mit schulpflichtigen oder in Ausbildung befindlichen Kindern. Auch Haushalte mit nur einem Verdienenden sind in hohem Maße auf das System angewiesen. Zukünftige Reformen müssten diese Gruppen besonders berücksichtigen.

Quelle