10 May 2026, 22:15

DGB attackiert Regierungspläne: "Soziale Errungenschaften in Gefahr"

Gruppe von maskierten Menschen mit "Steh Auf"-Schildern und Plakaten vor einem Glasgebäude bei Nacht.

DGB attackiert Regierungspläne: "Soziale Errungenschaften in Gefahr"

Deutschlands größter Gewerkschaftsbund DGB geht scharf mit den Reformplänen der Regierung ins Gericht. Auf seinem Bundeskongress in Berlin, der an diesem Sonntag beginnt, wird die Organisation ihre Bedenken zu Arbeitnehmerrechten und sozialem Schutz konkretisieren. Die Führungskräfte argumentieren, dass die aktuellen Vorschläge Jahrzehnte des Fortschritts gefährden könnten.

In einem Beschluss wirft der DGB der Bundesregierung tiefe interne Zerrissenheit und Machtkämpfe vor. Darin heißt es, dass Beschäftigte die größten Lasten tragen müssten, während sich Unternehmen ihrer Verantwortung entzögen.

Zu den zentralen Kritikpunkten gehören Pläne, den Kündigungsschutz zu schwächen und die Rechte auf Teilzeitarbeit einzuschränken. Die Gewerkschaft lehnt zudem Bestrebungen ab, den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen oder Feiertage zu streichen. Ein weiteres großes Sorgenkind ist die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters sowie Kürzungen bei der gesetzlichen Rente.

Besonders kritisiert der DGB die Reformagenda von CDU/CSU und SPD. Er warnt, dass umstrittene Maßnahmen kaum auf breite Unterstützung stoßen und die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtern könnten. Zudem macht der Bund auf die finanzielle Belastung versicherter Personen durch die geplanten Änderungen im Gesundheitswesen aufmerksam.

Zusätzlich verurteilt der DGB die wachsenden Erwartungen an Arbeitnehmer, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen – ein Phänomen, das als Präsentismus bekannt ist. Die Gewerkschaftsvertreter betonen, dass solche Forderungen die Gesundheit und das Wohlbefinden der Beschäftigten unzumutbar belasten.

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Der DGB-Bundeskongress beginnt am Sonntag in Berlin, wo die Delegierten diese Themen ausführlich beraten werden. Der Beschluss markiert eine klare Ablehnung von Reformen, die Arbeitsplatzsicherheit, Arbeitsbedingungen und sozialen Schutz aushöhlen könnten. Die Haltung des Bundes spiegelt die breiteren Sorgen über die Entwicklung der Arbeits- und Sozialpolitik in Deutschland wider.

Quelle