Deutsche Wirtschaftsforscher halbieren Wachstumsprognose für 2023 dramatisch
Lina LangeDeutsche Wirtschaftsforscher halbieren Wachstumsprognose für 2023 dramatisch
Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das Land drastisch nach unten korrigiert. Ihr aktueller Gemeinschaftsbericht, der am Mittwoch, den 17. Mai 2023, erscheinen soll, zeichnet ein weit düstereres Bild als erwartet. Steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen zwingen zu einer deutlichen Abwärtsrevision.
Noch vor sechs Monaten hatten dieselben Institute ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent für 2023 und 1,4 Prozent für 2024 vorhergesagt. Nun wurden diese Werte nahezu halbiert. Die aktualisierte Prognose geht für dieses Jahr von nur noch 0,6 Prozent Wachstum aus.
Hauptgründe für den Rückgang sind die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran sowie stark gestiegene Öl- und Gaspreise. Diese Belastungen setzen sowohl die Haushaltsbudgets als auch die Betriebskosten der Unternehmen unter Druck. Für 2024 bleibt die Aussicht schwach – das Wachstum wird voraussichtlich nur etwa 1 Prozent erreichen.
Die überarbeiteten Zahlen markieren einen steilen Abfall gegenüber der früheren Zuversicht. Angesichts hoher Energiepreise und anhaltender globaler Instabilität steht die deutsche Wirtschaft vor schwierigeren Zeiten. Der vollständige Bericht wird am 17. Mai veröffentlicht und enthält die neuesten Analysen der Institute.






