05 June 2026, 14:38

Deutsche fürchten Deepfakes und fordern härtere Gesetze gegen Falschinformationen

Fake News: 9 von 10 Deutschen wollen die Verbreitung zu einem Straftatbestand machen

Deutsche fürchten Deepfakes und fordern härtere Gesetze gegen Falschinformationen

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Sorgen unter Deutschen angesichts von Falschinformationen und Deepfakes. Eine überwältigende Mehrheit sieht gezielte Desinformation als ernsthafte Bedrohung und befürwortet rechtliche Konsequenzen für deren Verbreiter. Die Ergebnisse zeigen zudem, wie schwer es vielen fällt, die Glaubwürdigkeit dessen zu überprüfen, was sie im Internet lesen oder sehen.

Fast alle Befragten – 91 Prozent – gaben an, bereits auf falsche oder irreführende Informationen im Netz gestoßen zu sein. Eine ähnlich hohe Zahl, 89 Prozent, hält Deepfakes für gefährlich. Gleichzeitig räumten 41 Prozent ein, regelmäßig auf Inhalte zu treffen, deren Wahrheit sie nicht bestätigen können.

Auch das Thema KI-generierter Inhalte gewinnt an Bedeutung. Während 20 Prozent angaben, mit Sicherheit bereits Deepfakes gesehen zu haben, vermuten weitere 41 Prozent, dass ihnen solche begegnet sind. Diese Bedenken erstrecken sich auf die Zuverlässigkeit von Nachrichten: 63 Prozent haben Schwierigkeiten, die Vertrauenswürdigkeit von Berichten einzuschätzen.

Besonders verbreitet sind Falschmeldungen im Zusammenhang mit der US-Politik – 74 Prozent der Deutschen sind damit in Kontakt gekommen. Trotz Zweifeln gaben 51 Prozent zu, Inhalte weiterzugeben, selbst wenn sie deren Richtigkeit anzweifeln. Eine klare Mehrheit spricht sich für gesetzliche Maßnahmen aus: 84 Prozent unterstützen Strafen für die Erstellung von Desinformation, und 87 Prozent derjenigen, die bereits Fake News begegnet sind, fordern, dass deren Verbreitung gesetzlich geahndet werden sollte.

Die Umfrage unterstreicht die weitverbreitete Verunsicherung über digitale Täuschungsversuche in Deutschland. Viele tun sich schwer, Fakten von Fiktion zu unterscheiden, und eine deutliche Mehrheit wünscht sich strengere Regeln gegen die Verbreiter falscher Informationen. Die Ergebnisse zeigen auch, wie leicht sich ungeprüfte Inhalte verbreiten – selbst dann, wenn Nutzer deren Wahrheit anzweifeln.

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