CDU-Kandidat Heusler gewinnt knappe Landrats-Stichwahl gegen AfD-Konkurrentin
Tim RichterCDU-Kandidat Heusler gewinnt knappe Landrats-Stichwahl gegen AfD-Konkurrentin
Der Kreistag Spree-Neiße hat das Ergebnis der Stichwahl um das Amt des Landrats vom 22. März bestätigt. Der CDU-Kandidat Martin Heusler setzte sich mit 51,5 Prozent der Stimmen knapp gegen seine AfD-Konkurrentin Christine Beyer durch, die auf 48,5 Prozent kam. Die Entscheidung folgt auf einen Wahlprotest der AfD, der von den lokalen Behörden zurückgewiesen wurde.
Der AfD-Kreisverband Spree-Neiße hatte Bedenken wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei der Stichwahl geäußert. Auffällig war demnach ein deutlicher Unterschied im Wahlverhalten: Heusler erhielt 70,6 Prozent der Briefwahlstimmen, während Beyer 54,1 Prozent der Stimmen vor Ort auf sich vereinte. Zudem hinterfragte die Partei, warum eine große Zahl wahlberechtigter Bürger, die Wahlunterlagen angefordert hatten, letztlich nicht wählte.
Der Kreiswahlleiter wies die Vorwürfe als unbegründete Vermutungen zurück. Objektionen müssten durch Belege für schwere Rechtsverstöße untermauert werden – bloße Bedenken reichten nicht aus. Bei der Abstimmung im Kreistag stimmte die Mehrheit der Vertreter für die Position des Wahlleiters und lehnte den AfD-Antrag ab.
Trotz dieser Niederlage bleibt der AfD noch die Möglichkeit, rechtlich gegen die Entscheidung vorzugehen. Als nächster Schritt käme eine Klage vor dem Verwaltungsgericht Cottbus infrage.
Mit dem Beschluss des Kreistags bleibt Heuslers Sieg als Landrat vorerst bestätigt. Die AfD hat zwar noch juristische Optionen, doch das Wahlergebnis besteht zunächst fort. Der Fall zeigt die anhaltende Debatte um Briefwahl und auffällige Unterschiede in der Wahlbeteiligung bei Kommunalwahlen.






