24 June 2026, 02:07

CDU/CSU zerrissen: Streit um AfD-Position spaltet die Partei erneut

Bundeskanzler Merz besucht, sieben Jahre nach Mord, die Familie des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke

CDU/CSU zerrissen: Streit um AfD-Position spaltet die Partei erneut

In der CDU/CSU sind die Spannungen erneut aufgeflammt, nachdem die Debatte über die Haltung der Partei gegenüber der rechtsextremen AfD wieder an Fahrt aufgenommen hat. Ein jüngster Besuch von Friedrich Merz in der Parteizentrale fiel mit erneuten Diskussionen über die sogenannte „Brandmauer“-Strategie zusammen, die jede Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt.

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Die Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübcke im Jahr 2019 hatte eine deutliche Reaktion der Partei ausgelöst. Der Bundesvorstand bestätigte damals eine Resolution aus dem Jahr 2018, die jegliche Kooperation mit der AfD untersagt. Nach dem Attentat demonstrierten Tausende Bürger unterschiedlicher politischer Couleur in deutschen Städten für demokratische Werte und zeigten so ihre Solidarität.

Irmgard Braun-Lübcke, die Witwe Lübckes, erinnerte sich später an die breite Unterstützung für die Demokratie nach dem Tod ihres Mannes. Doch kürzlich äußerte sie tiefe Besorgnis über Äußerungen von Friedrich Merz, der Demonstranten vor der CDU-Zentrale kritisiert hatte. Daraus entwickelte sich ein öffentlicher Streit mit der trauernden Witwe.

Nun steht die CDU/CSU vor neuen inneren Konflikten wegen ihrer Position zur AfD. Die Aussagen Merz’ und die Reaktion der Witwe verdeutlichen die anhaltenden Spannungen innerhalb der Partei. Die erneuerte Resolution von 2018 bleibt dabei ein zentraler Bezugspunkt in der Debatte.

Quelle