Capital Bra kassiert 250.000-Euro-Strafe für illegale Glücksspielwerbung
Nico SchulzCapital Bra kassiert 250.000-Euro-Strafe für illegale Glücksspielwerbung
Deutschlands Glücksspielaufsicht verhängt 250.000-Euro-Strafe gegen Rapper Capital Bra wegen Werbung für illegales Online-Glücksspiel
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat den Rapper Capital Bra zu einer Geldstrafe von 250.000 Euro verurteilt, weil er in sozialen Medien und Livestreams wiederholt für nicht lizenzierte Glücksspielangebote geworben hat. Die Behörde warnt, dass solche Werbung Verbraucher in die Gefahr von Spielsucht und finanziellen Verlusten bringe.
Die Ermittlungen der GGL begannen, nachdem Material aufgetaucht war, das Capital Bra beim Spielen auf unlizenzierten Glücksspielseiten zeigt. Der Künstler teilte diese Aktivitäten über Livestreams, Bannerwerbung und andere Inhalte. Zudem entdeckte die Behörde eine Vergleichswebsite mit Bezug zum Rapper, die illegale Casino-Marken bewarb.
Im Laufe des Verfahrens versuchte die GGL vergeblich, Kontakt zu Capital Bra aufzunehmen. Die Strafe wurde ihm schließlich während eines Live-Auftritts in Wiesbaden zugestellt. Als Rechtsgrundlage nannte die Behörde Verstöße gegen § 5 Absatz 7 des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der Werbung für nicht zugelassene Glücksspielangebote verbietet.
Die GGL betonte, dass Livestreams und ähnliche Inhalte als Glücksspielwerbung gelten können, wenn sie zur Teilnahme an illegalen Plattformen anregen. Besonders riskant seien dabei Anmeldelinks, Einzahlungsboni oder Gewinnspiele, die Nutzer zu unseriösen Anbietern locken könnten. Der Fall steht im Kontext der anhaltenden Probleme Deutschlands mit einem großen Schwarzmarkt für Online-Wetten und Casinos, auf dem Hunderten nicht lizenzierte deutschsprachige Seiten aktiv sind.
Die Strafe in Höhe von 250.000 Euro soll eine Warnung an Influencer und Prominente sein, die unlizenziertes Glücksspiel bewerben. Die GGL wies darauf hin, dass illegale Anbieter über keine ausreichenden Verbraucherschutzmaßnahmen verfügen und so die Risiken für Spieler erhöhen. Die Behörde kündigte an, künftig noch konsequenter gegen ähnliche Verstöße vorzugehen.






