29 June 2026, 18:17

Bundespolizei droht der Verlust aller Körperkameras – was jetzt passiert

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei leidet an Bodycam-Mangel

Bundespolizei droht der Verlust aller Körperkameras – was jetzt passiert

Deutschlands Bundespolizei droht der Ausfall von Körperkameras

Schon bald könnte der Bundespolizei die funktionstüchtigen Körperkameras ausgehen – ein unverzichtbares Werkzeug zur Beweissicherung und Deeskalation in angespannten Situationen, insbesondere an Bahnhöfen. Ein gescheiterter Beschaffungsprozess setzt die Beamten nun dem Risiko aus, ab dem nächsten Jahr ohne die Geräte auskommen zu müssen.

Das Problem begann, als der aktuelle Hersteller ankündigte, die Unterstützung für seine Körperkameras einzustellen. Die Polizeigewerkschaft war darüber bereits seit über einem Jahr informiert. Die Behörden hatten 5 Millionen Euro für den Kauf von 2.500 neuen Geräten bereitgestellt, mit einer Option auf weitere 1.500 Stück.

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Doch das Ausschreibungsverfahren für die Ersatzgeräte scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen hinzugefügt wurden. Lieferanten zeigten sich etwa von Forderungen wie austauschbaren Akkus abgeschreckt. Einige bestehende Modelle sind zwar kompatibel mit den bei der Polizei eingesetzten Tasern, doch auch das konnte das Debakel bei der Beschaffung nicht verhindern.

Nun hoffen die Verantwortlichen, dass der aktuelle Hersteller die Unterstützung zumindest vorübergehend verlängert – was jedoch mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre. Ohne eine Lösung droht den Beamten im Jahr 2023 ein gravierender Mangel.

Das Bundesinnenministerium steht unter Druck, die Krise schnell zu lösen. Körperkameras spielen eine zentrale Rolle bei der Beweissicherung und der Beruhigung aggressiver Lagen. Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Polizei bald essenzielle Ausrüstung für den täglichen Einsatz fehlen.

Quelle