Briefwahl boomt: So einfach können Wähler ihre Stimme per Post abgeben
Tim RichterWas müssen Sie über Briefwahl wissen? - Briefwahl boomt: So einfach können Wähler ihre Stimme per Post abgeben
Briefwahl erlebt einen Boom – besonders seit der COVID-19-Pandemie
Bei der Landtagswahl in Hessen 2021 gaben fast zwei Drittel der Wähler ihre Stimme per Briefwahl ab. Die Methode gewinnt seit Jahren stetig an Beliebtheit, da sie denen Flexibilität bietet, die nicht persönlich ins Wahllokal gehen können.
Um per Briefwahl zu wählen, müssen Wähler zunächst einen Wahlschein beantragen. Dies ist schriftlich, elektronisch oder persönlich beim zuständigen Bürgeramt möglich – eine telefonische Beantragung ist jedoch nicht erlaubt. Die Frist für Anträge endet am Wahltag um 15:00 Uhr.
Nach Genehmigung erhalten die Wähler ein Paket mit dem Wahlschein, einem Informationsblatt, dem offiziellen Stimmzettel sowie zwei Umschlägen – einem für den Stimmzettel und einem größeren für die Rücksendung. Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis 18:00 Uhr am Wahltag bei der zuständigen Behörde eingehen, um gezählt zu werden.
Wer nicht auf die Post warten möchte, kann die Briefwahlunterlagen auch persönlich im Rathaus abholen. Dort kann der Stimmzettel direkt ausgefüllt und sofort abgegeben werden.
Der Anstieg der Briefwahl spiegelt veränderte Wahlgewohnheiten wider: 2021 entschieden sich 66 Prozent der hessischen Wähler für diese Methode. Zwar hat die Pandemie den Trend beschleunigt, doch Bequemlichkeit und Zugänglichkeit sorgen für anhaltende Beliebtheit.
Die Briefwahl bleibt eine unkomplizierte Alternative zur Wahl vor Ort. Mit klaren Fristen und mehreren Antragsmöglichkeiten bietet sie den Wählern Flexibilität. Ihr anhaltender Aufstieg deutet darauf hin, dass sie auch künftig eine zentrale Rolle bei Wahlen spielen wird.
Historical data reveals pre-pandemic trends and pandemic-driven surge in postal voting
Postal voting in Germany saw a steady rise for decades before the pandemic. In Baden-Württemberg, the share of voters using this method climbed from 3.2% in 1964 to 27.5% in Stuttgart and 21% statewide by 2016. The 2021 pandemic election saw a 52.8% surge in Stuttgart and 51.3% across the state, mirroring Hessen's 66% trend. This confirms the pandemic accelerated a pre-existing shift toward convenience-driven voting.






