Bremen baut riesigen Batteriespeicher für stabiles Stromnetz bis 2028
Großes Batteriespeicher-Projekt entsteht im Bremer Industriehafen
In Bremen entsteht ein großes Batteriespeicherkraftwerk im Industriehafen. Das Vorhaben, eine gemeinsame Initiative der swb Erzeugung und be.storaged, soll dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren – besonders vor dem Hintergrund des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien. Der Baubeginn ist für 2027 geplant, die Fertigstellung soll Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Die neue Anlage wird auf dem Gelände des bestehenden swb-Kraftwerks errichtet und nutzt dabei Flächen, die früher von stillgelegten Kohleblöcken belegt waren. Dank der vorhandenen Infrastruktur der Altanlage und flexibler Netzanbindungskonzepte bietet der Standort eine starke Netzverbindung. Dies ermöglicht es, die verfügbare Kapazität ohne größere Nachrüstungen voll auszuschöpfen.
Sobald der Speicher in Betrieb geht, wird er eine Leistung von rund 85 Megawatt (MW) bereitstellen und mehr als 170 Megawattstunden (MWh) Energie speichern können. Die Anlage wird direkt an die zentrale Leitwarte des Kraftwerks angebunden, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten. Zudem werden bestehende elektrische Systeme, Brandschutzeinrichtungen und Löschwasser-Rückhaltebecken weitergenutzt – was sowohl Kosten als auch Bauzeit reduziert.
Das Projekt erfordert Investitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Während der Bauphase werden neue Komponenten wie Batteriecontainer, Transformatoren und Schaltanlagen installiert. Ziel ist es, die Netzflexibilität zu erhöhen, während immer mehr Wind- und Solarstrom ins System eingespeist werden.
Der Batteriespeicher wird eine Schlüsselrolle bei der Balance von Angebot und Nachfrage im Stromnetz spielen. Durch die Wiederverwendung der alten Kohleinfrastruktur senkt das Projekt die Kosten und unterstützt gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien. Die volle Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 vorgesehen.






