Brandenburgs Spargelbauern kämpfen trotz guter Ernte mit steigenden Kosten und Importdruck
Lina LangeBrandenburgs Spargelbauern kämpfen trotz guter Ernte mit steigenden Kosten und Importdruck
Spargelsaison in Brandenburg hat begonnen – erste Stangen in Beelitz geerntet
In Brandenburg hat die Spargelsaison begonnen: Die ersten zarten Stangen wurden um Beelitz geerntet, dem größten Anbaugebiet der Region. Die Landwirte rechnen in diesem Jahr mit einer guten Ernte, doch steigende Kosten und Konkurrenz durch Importware drücken die Gewinne.
Aktuell liegen die Preise für den frischen Spargel zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm. Mit zunehmender Verfügbarkeit in den kommenden Wochen werden sie voraussichtlich auf etwa 10 bis 12 Euro sinken. Selbst zu diesen Preisen fällt es den Erzeugern jedoch schwer, ihre Ausgaben zu decken.
Supermarktketten setzen die Bauern unter Druck, die Preise zu senken – dabei können diese ihre eigenen gestiegenen Kosten kaum weitergeben. Der höhere Mindestlohn hat die Lohnkosten in die Höhe getrieben, während der Konflikt im Iran die Dieselpreise explodieren ließ. Diese zusätzlichen Belastungen kommen zu einer Zeit, in der die Spargelflächen Brandenburgs in den letzten Jahren allmählich geschrumpft sind.
Hinzu kommt scharfe Konkurrenz durch günstigere Importe: Spanien, Mexiko und Griechenland liefern Spargel zu niedrigeren Preisen und unterbieten damit die heimischen Produzenten. Im vergangenen Jahr erntete Brandenburg fast 19.000 Tonnen – doch die Rentabilität bleibt eine Herausforderung.
Die diesjährige reichliche Ernte bringt zwar etwas Entlastung, doch die Landwirte müssen mit höheren Sprit-, Lohn- und Importkosten kämpfen. Angesichts der Preisdrucks durch den Handel werden die kommenden Monate die Widerstandsfähigkeit der brandenburgischen Spargelbranche auf die Probe stellen.






