Berlin plant 20.000 neue Wohnungen am Rand des Tempelhofer Felds
Berlin prüft großes Wohnprojekt am Tempelhofer Feld mit über 20.000 neuen Wohnungen
Die Hauptstadt erwägt ein umfangreiches Bauvorhaben am Rande des Tempelhofer Felds, das mehr als 20.000 neue Wohnungen schaffen könnte. Der Plan sieht vor, die Ränder des ehemaligen Flughafenareals zu bebauen, während die zentralen Freiflächen unangetastet bleiben. Eine aktuelle Umfrage zeigt breite Unterstützung in der Bevölkerung: 59 Prozent befürworten einen maßvollen Ausbau entlang des Randes.
Das Vorhaben knüpft an ein Referendum aus dem Jahr 2014 an, das jede Bebauung der Hauptflächen des Tempelhofer Felds untersagte. Die 200 Hektar offene Grünfläche stehen seitdem unter dem Schutz des Tempelhof-Gesetzes und bleiben damit vor einer Bebauung bewahrt. Nun hat eine Gruppe von Architekten einen Entwurf vorgelegt, der den Bau von rund 21.000 Wohnungen auf etwa einem Drittel des Geländes vorsieht.
Regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft derzeit, ob das Projekt wirtschaftlich tragfähig ist. Das Land Berlin könnte die Federführung für die Entwicklung übernehmen; der Finanzsenator soll die wirtschaftliche Machbarkeit bewerten. Befürworter argumentieren, dass das Konzept mehr als 50.000 Anwohnern Wohnraum bieten würde, ohne die zentralen Freiflächen des Parks anzutasten.
Die öffentliche Meinung scheint dem Ansatz zuzuneigen. Eine repräsentative Umfrage ergab, dass 59 Prozent der Befragten eine „maßvolle Bebauung an den Rändern“ befürworten, um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern. Das Vorhaben würde einen deutlichen Kurswechsel in der städtischen Politik markieren, die bisher zwischen urbanem Wachstum und dem Erhalt von Grünflächen balanciert.
Sollte das Projekt genehmigt werden, würde es Tausende neue Wohnungen in den Berliner Wohnungsmarkt bringen. Der nächste Schritt hängt von der Bewertung des Finanzsenators ab, der Kosten und Nutzen abwägen muss. Vorerst bleibt der Fokus auf den äußeren Bereichen des Tempelhofer Felds – die zentralen Wiesenflächen sollen unberührt bleiben.






