14 April 2026, 18:09

Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz entzweit den Bauausschuss

Ein überfüllter Parkplatz mit zahlreichen geparkten Autos vor einem Gebäude.

Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz entzweit den Bauausschuss

Pläne für Balkonanbau am Peitinger Hauptplatz spalten den Bauausschuss

Ein Vorhaben, an einem Gebäude am Hauptplatz von Peiting Balkone anzubauen, hat den örtlichen Bauausschuss gespalten. Der Entwurf sieht vor, an der Westfassade des Gebäudes – in dem sich derzeit das Geschäft Betten Weissenbach befindet – zwei neue Balkone anzubringen. Während die Mehrheit der Mitglieder dem Projekt zustimmte, meldete ein Stadtrat Bedenken wegen der Parkplatzsituation an.

Die Balkone würden auf den beiden obersten Stockwerken 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen. Ursprünglich hatte der Eigentümer beantragt, sie zur Straßenseite hin anzubauen, doch Christian Hack, Leiter der Bauaufsichtsbehörde, lehnte dies ab. Die überarbeitete Planung konzentriert sich nun auf die Westfassade, wo der Anbau als geringfügige Veränderung eingestuft wird.

Bürgermeister Peter Ostenrieder räumte zwar mögliche Parkplatzprobleme durch die neuen Wohnungen ein, betonte jedoch, dass der Eigentümer sich an die geltenden Vorschriften halte. Andreas Barnsteiner (BVP) befürwortete das Design und argumentierte, die Balkone würden das Erscheinungsbild des Gebäudes aufwerten. Michael Deibler (CSU) hingegen bezeichnete die Optik als "kaum akzeptabel".

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Einziger Gegner des Vorhabens war Stadtrat Norbert Merk (CSU), der vor allem die Auswirkungen zusätzlicher Wohnungen auf die Parkplatzsituation in der Umgebung kritisierte. Dennoch deutet die Mehrheit im Ausschuss auf eine wahrscheinlich Zustimmung hin.

Das Gebäude unterliegt dem Bebauungsplan für den Oberen Hauptplatz, der die Entwicklung in diesem Teil der Innenstadt regelt. Das Projekt wird nun als geringfügige Änderung weiterverfolgt. Bei einer Genehmigung würden die Balkone von der Westseite des Gebäudes abstehen und den beiden obersten Stockwerken zusätzlichen Raum bieten. Die Stadt bleibt damit vor der Herausforderung, Gestaltungsansprüche, Parkplatzbedarf und bestehende Bauvorschriften in Einklang zu bringen.

Quelle