Apotheker streiken bundesweit am 23. März für faire Löhne und mehr Anerkennung
Tim RichterApotheker streiken bundesweit am 23. März für faire Löhne und mehr Anerkennung
Apotheker in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Protesttag am 23. März vor. Sie werden ihre Geschäfte schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Einer der Organisatoren, Dr. Christian Fehske, liegt mit Vertretern der Krankenkassen im Streit über die Frage der gerechten Bezahlung.
Dr. Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, hatte den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) um die Erlaubnis gebeten, ein Bild aus einem LinkedIn-Beitrag der Organisation für Protestplakate nutzen zu dürfen. Der Verband lehnte ab mit der Begründung, Fehskes Anfrage zähle nicht als Presseanfrage. Zudem blieben seine Fragen zu den Lohnverhandlungen unbeantwortet.
Fehske hatte nachgefragt, ob eine vorgeschlagene Lohnerhöhung von sieben Prozent für AOK-Mitarbeiter – die rund 250 Millionen Euro pro Jahr kosten würde – angemessen sei. Er argumentiert, dass das Apothekenpersonal seit Jahren kaum spürbare Gehaltsanpassungen erhalten habe, was den Fachkräftemangel weiter verschärfe. Die Proteste richten sich jedoch nicht gegen die CDU oder Gesundheitsministerin Nina Warken, sondern gegen die Krankenkassen und deren Umgang mit der Lohnpolitik.
Am 23. März werden Apotheker bundesweit ihre Türen schließen. Zentrale Kundgebungen sind geplant, an denen auch Fehske teilnehmen wird. Die Aktion ist Ausdruck jahrelanger Frustration über stagnierende Einkommen, während andere Bereiche – wie etwa die Angestellten der Krankenkassen – Gehaltserhöhungen erhalten.
Die landesweiten Schließungen unterstreichen die wachsenden Spannungen zwischen Apothekern und Krankenkassen. Fehskes abgelehnte Bildanfrage und die ignorierten Fragen verschärfen den Konflikt um faire Bezahlung. Die Proteste zielen darauf ab, unverzügliche Veränderungen bei der Vergütung von Apothekenmitarbeitern durchzusetzen.






