23 April 2026, 00:15

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus

Altes Buch mit dem Titel 'Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue' ist aufgeschlagen und zeigt eine Seite mit schwarzer Tinte.

Amanda Knox unterstützt verurteilte Krankenschwester Lucy Letby – und löst Empörung aus

Amanda Knox hat erneut für Aufsehen gesorgt, nachdem sie öffentlich die verurteilte Krankenschwester Lucy Letby unterstützt hat, die eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes an Neugeborenen verbüßt. Ihre Äußerungen fielen während einer kürzlichen Fragerunde in London, bei der sie auch über ihre eigenen juristischen Kämpfe und die anhaltenden Folgen des Todes von Meredith Kercher sprach.

Die Diskussion löste erneute Kritik der Familie Kercher aus, deren Anwalt Knox vorwarf, den Fall für persönlichen Profit auszunutzen.

Knox äußerte sich bei einer Veranstaltung in London, auf der sie ihren Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf vorstellte. Auf eine Frage zu Letby hin bestätigte sie, der inhaftierten Krankenschwester einen Brief sowie ein Exemplar ihrer 2022 erschienenen Autobiografie Frei zugeschickt zu haben. Ein Zuschauer berichtete später, Knox habe Letby geraten, sich "an der Hoffnung festzuhalten".

Sie präzisierte, keinen direkten Kontakt zu Letby gehabt zu haben, wollte ihr aber Solidarität zeigen. Knox betonte erneut ihre Überzeugung, dass ein Urteil auch ohne eindeutigen Unschuldsbeweis hinterfragt werden dürfe. Emotional wurde es, als sie mit den Tränen kämpfte, während sie über den Mord an Kercher im Jahr 2007 sprach – der Fall, der sie erstmals ins internationale Rampenlicht katapultiert hatte.

Ihr erstes Buch, Warten auf Gerechtigkeit, war 2013 kurz nach ihrem Freispruch in Italien erschienen. Doch der Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, verurteilte ihr jüngstes Vorgehen scharf. Die Familie empfindet, dass es "langsam genug" sei, und wirft Knox vor, mit wiederholten öffentlichen Stellungnahmen und Medienprojekten das Andenken an Kercher "zu vermarkten".

Knox' Unterstützung für Letby lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf beide Fälle. Die Verärgerung der Familie Kercher zeigt, wie sehr die Art und Weise, wie Knox sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt, weiterhin für Spannungen sorgt.

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Unterdessen sorgen ihr Dokumentarfilm und ihre öffentlichen Auftritte dafür, dass die Debatte um ihre Geschichte – und deren Kommerzialisierung – ungelöst bleibt.

Quelle