Allianz platziert 750-Millionen-Dollar-Anleihe mit 6,5-Prozent-Kupon für institutionelle Investoren
Nico SchulzAllianz platziert 750-Millionen-Dollar-Anleihe mit 6,5-Prozent-Kupon für institutionelle Investoren
Die Allianz SE hat eine neue Anleihe im Volumen von 750 Millionen US-Dollar für institutionelle Anleger ausgegeben. Die tief nachrangige Anleihe bietet einen jährlichen Kupon von 6,5 Prozent und enthält eine Verlustabsorptionsklausel, die an Solvenzauslöser geknüpft ist.
Die als Restricted Tier 1 (RT1) eingestufte Anleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit, kann von der Allianz jedoch erstmals im Oktober 2034 gekündigt werden. Zinszahlungen und Rückzahlungen liegen im Ermessen des Unternehmens und unterliegen den Anleihebedingungen. In der Kapitalstruktur des Versicherers ist sie knapp über dem Eigenkapital angesiedelt.
Die Emission wurde bei institutionellen Investoren platziert und an der Luxemburger Börse (Euro MTF) gelistet. Die Allianz ließ sich rechtlich von der Kanzlei Hengeler Mueller beraten, geleitet von einem Team um Alexander Rang, Pascal Brandt und Karsten Staupe.
Die Anleihe sieht einen Mechanismus vor, der bei Erreichen bestimmter Solvenzschwellwerte eine Verlustabsorption ermöglicht. Der Kupon von 6,5 Prozent gilt bis zum 30. April 2035, sofern keine Anpassungen gemäß den Anleihebedingungen vorgenommen werden.
Die neue RT1-Anleihe stärkt die Kapitalbasis der Allianz und bietet Anlegern ein hochverzinsliches Instrument. Ihre nachrangige Struktur und die diskretionären Zahlungen unterstreichen ihre Funktion als hybrides Kapitalinstrument innerhalb der Finanzstrategie des Konzerns.






