AfD in Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete – nur noch drei Mitglieder übrig
Lina LangeAfD in Harburg verliert zwei weitere Abgeordnete – nur noch drei Mitglieder übrig
Die AfD-Fraktion im Hamburger Bezirk Harburg ist nach dem Rücktritt zweier weiterer Abgeordnete auf nur noch drei Mitglieder geschrumpft. Andreas Ehlers und Harald Feineis verließen die Gruppe und vertieften damit die internen Turbulenzen. Ihre Austritte folgen auf eine Reihe von Kontroversen und Vorwürfen innerhalb der Partei.
Die Probleme der AfD in Harburg begannen im vergangenen Jahr, als Adrian Leuser die Fraktion verließ. Er hatte einen Kollegen wegen rassistischer Äußerungen und Drohungen angezeigt, fand daraufhin jedoch eine einschüchternde Nachricht an seiner Wohnungstür. Aus Sorge um seine Sicherheit floh Leuser aus der Stadt.
Nun haben auch Ehlers und Feineis die Fraktion verlassen. Ehlers wirft dem Fraktionsvorsitzenden Helge Ritscher vor, ihn körperlich angegriffen zu haben. Zudem behauptet er, dass auf dem Konto der Fraktion ein sechsstelliger Betrag ohne klare Dokumentation liegt. Diese Vorwürfe reihen sich in die wachsende Liste interner Streitigkeiten ein.
Durch die jüngsten Austritte verfügt die AfD nun nur noch über drei Sitze in der Bezirksversammlung. Die CDU stellt mit 12 Sitzen die größte Fraktion, gefolgt von der SPD mit 10, den Grünen mit 8, der Linken mit 4 und Volt mit 3 Sitzen. Der CDU-Abgeordnete Rainer Bliefernicht warnt, die Spaltung könnte zur Bildung einer zweiten AfD-Fraktion führen.
Simon Dhemija von der Linken argumentiert, das Vorgehen der AfD sei absichtlich. Er behauptet, ihr Ziel sei es, Skandale zu provozieren, Empörung zu schüren und die lokale Politik zu destabilisieren.
Die AfD ist in der Harburger Bezirksversammlung nun nur noch mit drei Mitgliedern vertreten. Angesichts anhaltender Vorwürfe wegen Fehlverhaltens und finanzieller Unregelmäßigkeiten bleibt die Zukunft der Fraktion ungewiss. Während die anderen Parteien ihre Mehrheit behalten, verschiebt sich die politische Landschaft im Bezirk weiter.






